Risikomanagement

Mit Harry Markowitz begann in den 1950er Jahren die moderne Portfoliotheorie und der Einsatz der Varianz-Optimierung, wodurch de facto das Konzept der Diversifikation mit dem Risikomanagement verknüpft wurde und Anleger auf wissenschaftlichere Weise ihre Vermögensallokation festlegen konnten. Damit begann das Standard-Mischportfolio von 60% Aktien und 40% Anleihen bzw. das 60/40-Mischportfolio. Während dieser Ansatz eine Verbesserung gegenüber statischen Allokationen in einer einzigen Anlageklasse brachte, wurden die Erwartungen insbesondere auf kurze bis mittelfristige Sicht auch häufig enttäuscht, denn die Märkte liefern über einen Konjunkturzyklus uneinheitliche Renditen.

Um dieses Problem zeitlich opportuner Anlagen zu lösen, wurden Multi-Asset-Anlagen entwickelt, mit denen sowohl längerfristige Allokationsverlagerungen (häufig als Strategic Asset Allocation bezeichnet) als auch kurzfristigere Allokationsänderungen (häufig als Dynamic Asset Allocation bezeichnet) berücksichtigt werden. Die Flexibilität von Umschichtungen zwischen Anlageklassen bedeutet, dass erfahrene Anleger sowohl eine erhöhte Rendite als auch ein reduziertes Risiko erzielen können.

Dazu zählen ausgleichende Faktoren, Engagements, Risiken, Korrelation und thematische Ansätze über ein gesamtes Portfolio hinweg. Jede Anlageidee wird auf ihre Risiko-Rendite-Auswirkung für das Portfolio getestet. Dieser „Ein-Portfolio“-Ansatz bietet einen einzigartigen Überblick über die tatsächlichen Risiken und ermöglicht es den Anlegern zugleich, thematische Positionen zum Tragen zu bringen.